Wir suchen  im Rahmen unserer Ganztagesbeschulung und zur Nachhilfe in den Gebieten Mathematik und Elektrotechnik Lernbegleiter/innen, die uns bei der Betreuung unserer Jugendlichen im BVJ halbtageweise oder stundenweise unterstützen.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte zur näheren Information an die Schulleitung.

Bildungspartnerschaften in Stahl und Stein gegossen

Festakt an der Gewerblichen Schule Backnang

Regelmäßig jedes Jahr am letzten Wochenende im Januar öffnet die Gewerbliche Schule Backnang ihre Türen und zeigt die vielfältige Qualität der Ausbildung in den unterschiedlichen Schularten der Schule. Neben Vorträgen, Informationsständen und Anschauungsunterrichten wurde dieser Tag am letzten Wochenende gewählt, um die Verbundenheit mit den dualen Partnern aus Industrie und Handwerk sozusagen in Stahl und Stein zu gießen. Als Symbol hierfür steht nun im Eingangsbereich der Schule eine Stele mit den Logos aller 22 Bildungspartner, die in einem Festakt am Nachmittag des Infotages feierlich der Öffentlichkeit übergeben wurde.

Seit ca. zwei Jahren bestehen die ersten Bildungspartnerschaftsverträge der Gewerblichen Schule in Backnang mit Betrieben und Unternehmen der Region. Deren Vertreter engagieren sich zwar schon immer zusammen mit Lehrerinnern und Lehrern in vielfältiger Weise in der beruflichen Ausbildung. Diese Zusammenarbeit, so die Schulleiterin Dr. Isolde Fleuchaus bei ihrer Festansprache, wird nun aber durch die vertragliche und inhaltliche Fixierung intensiviert und erhält eine neue Qualität.

Während einer dem Festakt vorausgehenden Schulführung konnte sich die große Schar der Gäste von der qualitativ hochwertigen Ausbildung in den Werkstätten der Schule überzeugen. Während des Rundgangs nahm die Schulleiterin einen nagelneuen Mercedes Benz SL 350 Cabrio und einen Smart Diesel CDI mit Rußpartikelfilter aus der Hand des Geschäftsführers der Firma Burger Schloz, Herrn Link, ebenfalls einem Bildungspartner, in Empfang. Diese Spende der Daimler Benz AG wurde durch Mithilfe der Innung des KFZ Handwerks der Region Stuttgart ermöglicht und umfasst ein Gesamtvolumen von über hunderttausend Euro. Beide Fahrzeuge sind mit modernster Technik ausgestattet, wodurch wird der Fahrzeugpark der Gewerblichen Schule Backnang deutlich aufgewertet wird. Dies trägt auch der Notwendigkeit Rechnung, so Herr Link bei der feierlichen Übergabe der Schlüssel, die berufliche Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker an einer Schule, die im letzten Jahr den Preis „Beste Berufsschule im KFZ-Handwerk" gewonnen hat mit größter Innovation bei bester technologischer Ausstattung durchzuführen.

Durch derartige Netzwerkarbeit werde eine Schule, so die Schulleiterin, zu einem Haus der Zukunft, das Chancen eröffnet und Wege zeigt hin zu einem gesicherten Leben, deren Grundlagen solide Bildungs- und Berufsabschlüsse sind. Stolz sei man deshalb, dass diese Stele täglich alle in der Schule Aktiven daran erinnere, dass man nicht alleine sei, sondern gemeinsam mit den Partnern alle Anforderungen der Zukunft bewältigen könne. Das engagierte Kollegium der Schule erfuhr deshalb auch besonders lobende Worte von der Schulleiterin, denn die Lehrer haben diese Stele selbst entworfen, gebaut und erstellt. Das von den Bildungspartnern hierfür gespendete Geld gibt die Schule auf ein Spendenkonto beim Landkreis weiter. Von dort erhalten alle Jugendlichen, vor allem die der fünf berufsvorbereitenden Klassen im Ganztagesbetrieb, Unterstützung, wenn die eigenen finanziellen Mittel nicht ausreichen.

Michael Krüger, Abteilungsleiter Berufliche Schulen am Ministerium für Kultus und Sport, lobte das hohe pädagogische Engagement und bedankte sich von höchster Stelle aus bei dem innovativen Kollegium der Schule. Man wisse im Ministerium, was die Lehrerinnen und Lehrer da draußen im Land leisten und zolle ihnen Respekt und Dank, so Krüger in seiner Festansprache. Die Enthüllung der Stele nahm er dann, begleitet vom Gesang des neuen Schulchors unter der Musiklehrerin Mariam Sedequi, zusammen mit der Schulleiterin unter dem Beifall der großen Zahl der anwesenden Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung vor.

Die Grußworte der IHK überbrachte deren Präsident im Rems-Murr-Kreis, Claus Paal. Bildungspartnerschaften in dieser großen Anzahl seien vor allem in der ländlichen Region im Rahmen einer Netzwerkarbeit von großer Bedeutung und sicherten, so Paal, Ausbildungsabschlüsse der Zukunft. Der Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Rems-Murr, Roland Wöhr, sprach von einem einmaligen Engagement der Schule und lobte die Idee, Partnerschaften in Form einer Stele in der Schule als Zeichen der Verbundenheit und Mahnung an gemeinschaftliches Arbeiten visuell darzustellen. Gernot Gruber berichtete als Landtagsabgeordneter von den neuen Erfolgen der Regierung in der Sicherung der Lehrerversorgung und zur Unterstützung der Schulen vor Ort. Dass gerade in Backnang Ausbildung so gedeihlich gelinge, das fordere ihn als Vertreter des Rems-Murr-Kreises geradezu heraus, sich noch mehr für die Stärkung der beruflichen Bildung auf politischer Schiene einzusetzen. Dem pflichtete der Vertreter der Bildungspartner, Markus Höfliger, in seiner Rede bei. Es braucht gerade in der Region eine verlässliche Zusammenarbeit in der Ausbildung, um die Nachwuchsfindung zu fördern. In der Gewerblichen Schule sei dies in vielfältiger Weise realisiert und deshalb engagiere man sich als Bildungspartner auch gerne in der gemeinsamen Ausbildung junger Menschen.

Der anschließende Stehempfang diente als Rahmen, um in einem neuen Bereich der Fachschulen für Technik mit sechs Unternehmen der Region Partnerschaftsverträge abzuschließen. Die Kollegen der Nahrungsabteilung hatten hierzu ein Festbuffet mit eigenen erstellten Produkten serviert, das das Lob aller Anwesenden fand. In vielfältigen Gesprächen feierten Lehrer und Schüler anschließend gemeinsam mit betrieblichen Vertretern, mit Gästen aus Politik und Gesellschaft einen Tag, der in die Geschichte der Schule als wichtiger Meilenstein für die Sicherung des Ausbildungsstandortes eingehen wird.


 

Eine echte Alternative

Kürzlich fanden die alljährlichen Informationsabende des Technischen Gymnasiums und der Zweijährigen Berufsfachschule der Gewerblichen Schule Backnang statt.

Vor allem Schülerinnen und Schüler, die dieses oder nächstes Schuljahr ihre Haupt-oder Realschulabschlussprüfung absolvieren werden, konnten sich mit oder ohne Eltern ein Bild über das vielfältige Angebot machen, das die Gewerbliche Schule im Bereich der Vollzeitschulen bietet. Neben den grundsätzlichen Informationen zu den Schularten selbst und deren Aufnahmevoraussetzungen wurden auch ganz individuelle Fragen beantwortet. Doch der Schwerpunkt des Abends sollte nicht auf den theoretischen Grundlagen liegen: In geführten Rundgängen durch das Schulgebäude konnten die Besucher ein genaues Bild der Labors, Werkstätten und Computerräume gewinnen, in Gesprächen mit Schülern und Lehrern ihre Neugierde befriedigen oder ihre Zweifel bezüglich des zu wählenden Profils ausräumen.

Hohe Schülerzahlen und die erfolgreichen Abitur- und Fachschulprüfungen der letzten Jahre zeigen, dass die beruflichen Vollzeitschulen  bewährte Alternativen zum Erlangen der mittleren Reife bzw. Hochschulreife darstellen.

Bildungspartner bei der Arbeit

Es gibt Jugendliche, die nicht wissen, welchen Beruf sie später ergreifen möchten, und Jugendliche, die diese Frage für sich zwar schon beantwortet haben, aber keinen Ausbildungsbetrieb finden. Dieses Problem ist nicht neu, die Umsetzung eines Hilfestellung gebenden Ansatzes schon: Damit die Schülerinnen und Schüler der Gewerblichen Schule Backnang einen Einblick in das breite Feld der Ausbildungsmöglichkeiten erhalten und so ihre Berufswahl erleichtert bzw. ihnen eine Alternative zu ihrem Traumberuf aufgezeigt wird, wurde mit 14 Unternehmen des Rems-Murr-Kreises im letzten Schuljahr ein Bildungspartnerschaftsvertrag für die Sekundarstufe I abgeschlossen. Dieser beinhaltet unter anderem eine Informationswoche, während der sich die beteiligten Unternehmen den ca. 100 Jugendlichen aus der Zweijährigen Berufsfachschule und den Berufsvorbereitenden Klassen vorstellen, Fragen zu den einzelnen Ausbildungsberufen beantworten und in Kooperation mit den Werkstätten konkrete Einblicke in die Praxis der jeweiligen Berufsfelder geben. Kürzlich fand nun zum ersten Mal an der Gewerblichen Schule die Bildungspartnerschaftswoche statt, die nur durch die rege Beteiligung der Unternehmen realisierbar war und den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zur Information und Berufsfindung gegeben hat. 

Beteiligte Unternehmen an der Bildungspartnerschaftswoche waren:  

Fa. Tesat, Fa. Erkert, Fa. Bosch, Fa. Burger-Schloz, Fa. Hahn Automobile, Fa. Mulfinger, Fa. Schöllkopf, Fa. Mildenberger, Fa. REWE, Fa. Kühnle, Fa. Kurz, Fa. Häfele, Fa. Idler, Fa. Leibbrand, Agentur für Arbeit Backnang, Volksbank Backnang, AOK

LEHMPUTZ-Seminar der Firma CLAYTEC

Am 14. 12. 2011 fand an unserer Schule in den Werkstätten der Fachgruppe Farbtechnik ein Seminar der Firma CLAYTEC zum Thema Lehmputze und Lehmfarben statt.

Auszubildende im 3. Lehrjahr des Maler und Lackiererhandwerks nahmen bezugnehmend auf die Lernfelder 8, 9, und 12 an diesem kurzweiligen Seminar teil.

Sie wurden von Herrn Peschgens – Außendienstmitarbeiter und Anwendungstechniker der Fa. CLAYTEC – in die Welt der Lehmputze und Lehmfarben entführt. Der Seminartag teilte sich in vier Abschnitte auf -zwei theoretische und zwei praktische. Die Auszubildenden lernten während des Seminars die Eigenschaften von Lehmbauteilen, die Verarbeitung bzw. die Anwendung von Lehmputzen und Lehmfarben kennen. Die theoretischen Inhalte wurden sachlich und anschaulich vermittelt. Die Teilnehmer machten praktische Erfahrungen bei der Mörtelaufbereitung, beim Lehmputz- und Lehmfarbenauftrag sowie beim Umgang mit Lehmstruktur- und Lehmfeinputzen. Es wurden von jedem Auszubildenden verschiedene Mustertafeln mit unterschiedlichen Techniken (z.B. Stupf- und Schablonentechniken) auf Basis von Lehmputzen und Lehmfarben hergestellt. Diese Erfahrung wird so mancher Auszubildende in seine nahende Gesellenprüfung einbringen können.

Der organisatorisch verantwortliche  Technische Oberlehrer Herr Schmid bedankte sich im Namen aller Teilnehmer bei Herrn Peschgens für sein abwechslungsreich gestaltetes und informatives Lehmputzseminar mit einer kleinen Aufmerksamkeit aus unserer Nahrungsabteilung.

Auszubildende erhalten während der praktischen Arbeit wichtige Tipps von Herr Peschgens
Erstellen von Mustertafeln
Schabloniertechnik mit Lehmputzen
 
Lehmputzauftrag
Teamarbeit ist angesagt
 

Backnanger Teams waren erfolgreich beim 18. Wettbewerb der Berufsschulen – Nachwuchsförderung steht hoch im Kurs bei der SÜFFA 2011

Die SÜFFA ist nicht nur für den erfahrenen Fleischermeister die deutsche Messeplattform schlechthin – auch für den Nachwuchs bietet die Fachmesse für die Fleischbranche zahlreiche Angebote.

Was auf den Sport zutrifft, gilt in gleichem Maße auch für das Handwerk. Nachwuchsförderung ist eine lohnende Investition in die Zukunft. „Umso erfreulicher ist die seit Jahren steigende Teilnehmerzahl an unseren Nachwuchswettbewerben für Berufsschulen“, weiß Wolfgang Herbst, Landeslehrlingswart für Baden Württemberg.

Unter dem Motto „Saustark – da geh ich hin“ beteiligten sich am 04.10.2011 fünf hoch motivierte Teams der Gewerblichen Schule Backnang am diesjährigen Wettbewerb der Berufsschulen. Das taten sie mit einem beachtenswerten Erfolg.

Das ist besonders erfreulich vor dem Hintergrund, dass der Wettbewerb für den Fleischernachwuchs als wichtige Prüfungsvorbereitung gilt. Dabei standen den zehn angehenden Fleischern und Fachverkäuferinnen ihre Fachlehrer Ingrid Möhrle und Joachim Rau mit Rat und Tat in bewährter Weise zur Seite.

Die Bilder hinterlassen einen bleibenden Eindruck von der SÜFFA 2011. Herzlichen Glückwunsch zu den gewonnene Erfahrungen und der Anerkennung in Form von Silber- und Bronze-Medaillen.


 

Partnerschaft mit der Akademie des Maler- und Lackiererhandwerks

Vor kurzem sind die Gewerbliche Schule Backnang und die Akademie des Maler- und Lackiererhandwerks eine Partnerschaft eingegangen. Diese ist ein eigenständiger Verein, der zu einer farbenfrohen, lebenswerten und gesunden Umwelt beitragen und die Qualität im Maler- und Lackiererhandwerk stärken möchte. Dazu organisiert die Akademie Seminare, Fortbildungs- und Gruppenveranstaltungen sowie Workshops zu aktuellen Themen, die nun im Zuge der Partnerschaft auch in den Räumen der Gewerblichen Schule stattfinden können.

Mehr Informationen finden Sie unter: Homepage Akademie Maler

Beste Berufsschule 2011

Vorbildliche Strukturen in der Ausbildung an der Gewerblichen Schule Backnang

Der am 7.10. in Würzburg verliehene Preis "Beste Berufsschule" im Kfz-Gewerbe zeichnet laut Ausschreibungstext "Einrichtungen aus, die vorbildlich die geforderte Fach- und Sozialkompetenz vermitteln und dieses Wissen in vielfältiger Weise an die Schüler und Auszubildenden weitergeben." Mit dem Preis würdigen die Redaktionen »autoFACHMANN«, »autoKAUFMANN« und »kfz-betrieb« die wichtige Rolle, die die Berufsschulen als Partner des Kfz-Gewerbes im Ausbildungssystem übernehmen. Unter der Schirmherrschaft des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) vergaben die Fachmagazine für die Kfz-Branche in diesem Jahr zum dritten Mal den Preis „Beste Berufsschule".

Siegfried Schulz von der Firma „Lucas Nülle" begründete den ersten Platz damit, dass an der Gewerbliche Schule Backnang "berufs- und berufsfeldübergreifende Qualifikationen vermittelt, [...] ein differenziertes, flexibles Bildungsangebot gewährleistet und die Erfordernisse der Arbeitswelt sowie der Gesellschaft berücksichtigt [werden]. Auch ein handlungsorientierter Unterricht, der junge Menschen zu selbstständigem Planen, Durchführen und Beurteilen von Arbeitsaufgaben befähigt" [...], ließ die Wahl aus ca. 90 teilnehmenden Schulen auf die Backnanger Berufsschule fallen. Diese hatte sich mit ihrem alljährlich stattfindenden Projekt "Einsatz von Lernfeldfahrzeugen" in der einjährigen und zweijährigen Kfz-Berufsfachschule" um den 1.500 € dotierten und bundesweit ausgeschriebenen Preis beworben.

Die Idee hinter dem Projekt ist einfach aber genial: Um den Praxisbezug in Verbindung mit der Eigenverantwortung der Schüler zu stärken, werden jedes Schuljahr sogenannte „Lernfeldfahrzeuge" eingesetzt, bei denen es sich um Personenkraftwagen handelt, die vor ihrer Entsorgung stehen, aber noch im Straßenverkehr bewegt werden. Durch die Verwendung solcher Automobile wird ein hoher Praxisbezug geschaffen, da sich die Fahrzeuge in einem reparaturbedürftigen Zustand befinden und fast alle Fehlerbilder, die auch im Werkstattalltag vorkommen, aufweisen. Somit können im Zusammenspiel mit dem modernen Fuhrpark der Schule nahezu alle auch in der Praxis vorkommenden Arbeitsaufträge abgebildet werden. Die für dieses Projekt benötigten Fahrzeuge verschiedener Marken werden in enger Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben und mit großem Einsatz des Kollegiums bereitgestellt, was zum einen den Austausch zwischen Betrieb und Berufsschule intensiviert und zum anderen zur Qualitätssteigerung der Ausbildung an der Gewerblichen Schule Backnang beiträgt. Den Preis durften am Freitag unterrichtende Lehrer, teilnehmende Schüler und die Schulleitung bei einer feierlichen Übergabe im Vogel Convention Center in Würzburg entgegennehmen.

„Der Preis stellt eine großartige Bestätigung für die schon seit langem im Kfz-Bereich stattfindende Projektarbeit dar und macht deutlich, dass die Gewerbliche Schule mit ihrem Ausbildungskonzept und in enger Zusammenarbeit mit den Betrieben und Innungen zu qualifiziertem Knowhow von jungen Menschen im Bereich des Kfz-Gewerbes beiträgt", freute sich Schulleiterin Dr. I. Fleuchaus über die Auszeichnung.

 Jugendbegleiter gesucht 

 Gewerbliche Schule Backnang startet landesweit ersten

„Modellversuch Ganztagesbetreuung an Beruflichen Schulen“

Sie benötigen äußerst intensive Unterstützung und Betreuung, um auf dem ihnen bisher verwehrt gebliebenen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt Fuß zu fassen: Die jungen Menschen, die an der Gewerblichen Schule in für sie spezifizierten Klassen im Berufseinstiegsjahr (BEJ), im Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) oder dem neu ins Leben gerufenen Modellversuch Vorbereitung Arbeit und Beruf (VAB) auf ein zukünftiges Leben in Eigenregie, Eigenverantwortung und finanzieller Selbständigkeit vorbereitet werden.

 Diese Schüler ohne und teilweise mit Hauptschulabschluss in den bisher fünf Vollzeitklassen werden in Zukunft noch stärker dahingehend gefördert, sich vom zukünftigen Sozialhilfeempfänger zum Sozialbeitragszahler zu mausern. Eine der geplanten und bisher hauptsächlich nur an wenigen Hauptschulen existierenden Maßnahme heißt: Ganztagesbetreuung.

Diese bedeutet: Zusätzliche Nachmittagsbetreuung der Schülerinnen und Schüler bei den Hausaufgaben, bei Bewerbungen und nicht zuletzt bei der Entwicklung und Ausreifung der von den Ausbildungsbetrieben geforderten Schlüsselqualifikationen wie Eigeninitiative, Fleiß und vielem mehr. Erstmals in Baden-Württemberg ist geplant, die Ganztagesbetreung als Modellversuch auch an Beruflichen Schulen einzuführen. Laut Dr. Isolde Fleuchaus, Leiterin der Gewerblichen Schule in Backnang,  lasse sich der Hauptvorteil der Ganztagesförderung „auf eine Formel bringen: Mehr Zeit“. Mehr Zeit bedeute, den „Schüler und die Schülerin in ihrer gesamten Persönlichkeit in den Blick zu nehmen.“ Es gelte „Ressourcen und Defizite zu erkennen, denn jeder bringt seine Individualität mit.“

Christel Keimer, als kommissarische Abteilungsleiterin für diese Klassen maßgeblich  organisatorisch zuständig, sieht dies genau so und ergänzt: „hierdurch wird die Schule zum Ort der Begegnung.“ Wer den ganzen Tag miteinander lerne, Spiele und Sport betreibe oder Gespräche führe, sei „viel eher in der Lage, seine kleinen und großen Probleme anzugehen und zu meistern“.

Doch wie soll dies alles in Zeiten knapper öffentlicher Kassen finanziert werden? Die neu gewählte, für die Kultus- und Schulpolitik zuständige Grün-Rote Landesregierung, sieht die Lösung in der ehrenamtlichen Nachmittagsbetreuung, die stundenweise, klassenweise oder klassenübergreifend stattfinden kann. Ob in Form von  Bewerbertraining, Sport- und Kunst-Arbeitsgemeinschaften oder Integrationsmaßnahmen; das Spektrum der gesuchten Jugendbegleiter ist breit gefächert und wird,  stunden- oder nachmittagsweise, eng mit den unterrichtenden Lehrkräften abgestimmt.

Die ersten Jugendbegleiter für die Gewerbliche Schule Backnang warten inzwischen bereits gespannt auf ihre mit Sicherheit interessante Tätigkeit im kommenden Schuljahr. Die Schule wartet ebenso gespannt auf die Bewerbung weiterer Jugendbegleiterinnen und –Begleiter und deren innovative Ideen.

Per  eMail an Herrn Katzenwadel oder telefonisch unter 07191 896 600 können Interessenten einen Gesprächstermin an der Gewerblichen Schule Backnang vereinbaren.